30 Jahre Mauerfall- Der Chor des Leibniz-Gymnasiums zur Festveranstaltung auf der Glienicker Brücke

Die Stimmung auf der Glienicker Brücke in Potsdam war am Sonntag, dem 11. November 2019 sehr angespannt. Die Brücke wurde von 17:30-18:30 für den Verkehr komplett gesperrt und Menschenmassen drängten sich auf der 128 Meter langen und 22 Meter breiten Stahlbrücke, welche die Ostgrenze Potsdams mit der Westgrenze Berlins verbindet.
Doch wieso gab es einen so großen Andrang?
Vor 30 Jahren fand unter anderem hier auf der Glienicker Brücke die historische Grenzöffnung statt.

Ein wenig Freiheit wünschte man sich aber auch am 11. November 2019, da auf der Brücke ein gigantischer Andrang herrschte. Mehr als 1.000 Besucher, unter ihnen die Mitglieder des Chors des Leibniz-Gymnasiums, waren zu diesem Anlass gekommen, was die Sicherheitskräfte, welche die Aufgabe hatten, die Brücke abzusperren, sichtlich überforderte.
Das große Sicherheitsaufgebot herrschte vor allem wegen der anwesenden Politiker. Die Bürgermeister von Berlin (Michael Müller) und Potsdam (Mike Schubert) und der Ministerpräsident des Landes Brandenburg (Dietmar Woidke) kamen zu diesem Anlass auf die Glienicker Brücke, um sich das Programm anzusehen.
Allerdings war das Programm des Abends sehr enttäuschend. Es wurde mit dem Lied „Ode an die Freude“ begonnen, bei welchem das Publikum noch mit einstimmte. Doch danach sang der Chor das eher unbekannte Lied „I have a dream“ und das war es dann auch schon. Von den angekündigten Reden war nichts zu verstehen, weshalb die Besucher, nachdem das Ende der Veranstaltung offiziell verkündet worden war, auch schleunigst versuchten, von der völlig überfüllten Brücke wieder herunterzukommen.
Doch nicht allen ging es so. Für viele war es ein fast nostalgisches Erlebnis, vor allem für diejenigen, die bei der Grenzöffnung vor 30 Jahren selbst dabei waren. Eine Besucherin erzählte: „Es weckt viele Erinnerungen und zeigt, dass auch etwas bewegt werden kann, wenn sich Leute dafür einsetzen. So wie vor 30 Jahren.“